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HUGO BOSS kaufen 18.12.2003
Der Börsendienst
Die Experten von "Der Börsendienst" stufen die Aktie von HUGO BOSS (ISIN DE0005245500 / WKN 524550) mit "kaufen" ein.
Auch wenn der derzeitige Kompromiss der Steuerreform weniger bringe als man gehofft habe, so scheine es beschlossene Sache: Die Steuerreform komme. Und sie werde bereits im nächsten Jahr Wirkung zeigen. Einer der Hauptprofiteure der höheren Konsumausgaben in 2004 sollte der seit zwei Jahren arg gebeutelte Einzelhandel sein. Es sei also nur eine Frage der Zeit, bis die Börsianer nach aussichtsreichen Einzelhandelswerten Ausschau halten würden. Die Experten hätten bereits einen ausfindig gemacht: Die HUGO BOSS AG.
Vom Jahr 1993 bis 2001 habe der Edel-Bekleidungskonzern aus dem schwäbischen Metzingen den Umsatz von 432 auf 1.095 Mio. Euro Jahr für Jahr steigern können. In 2002 habe dann erstmalig der Umsatz bei 1.093 Mio. Euro stagniert. Die schwache Konjunktur verbunden mit einem generellen Käuferstreik seien hierfür als ursächlich anzusehen. Auch die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres würden deutlich die Abhängigkeit vom derzeit schlechten Konsumklima zeigen: Der Umsatz sei um 5 Prozent auf 861,5 Mio. Euro zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum habe aber das Ergebnis vor Steuern um 13 Prozent auf 129 Mio. Euro gesteigert werden können.
HUGO BOSS sei in 108 Ländern der Erde vertreten, der Umsatz komme jedoch zu ca. 65 Prozent aus Europa. Deutschland sei das umsatzstärkste Land mit einem Anteil von über 25 Prozent am Gesamtumsatz. Dass HUGO BOSS einer der ganz großen Marken sei, werde auch dadurch belegt, dass alle Einzelmarken stärker als der Markt wachsen würden. HUGO BOSS baue also weiter Marktanteile aus. Für langfristig orientierte Anleger biete die Hugo Boss-Aktie einige Chancen. Im Jahr 2000 habe der Herrenbekleider seine Frauenkollektion unter dem Namen "BOSS Woman" präsentiert. Bedenke man, dass die Damenbekleidung über 60 Prozent des gesamten Bekleidungsmarktes ausmachen würden, sehe man welches Potential hier langfristig in der Aktie stecke.
In 2001 sei der Umsatz bei BOSS Woman von 10,8 auf 48,5 Mio. Euro gestiegen. Mit einem neuen Designer-Team starte man in 2002 die Marke dann neu. Zudem sei der Sitz von Woman nach Metzingen, dem Sitz der Zentrale, verlegt und das teure Mailand aufgegeben worden. Die Vorteile des Standorts Metzingen würden auf der Hand liegen: Dort verfüge man seit Jahrezehnten über das entsprechende Know-How bei Männerbekleidung und es gebe in den meisten Bereichen nahezu keine Unterschiede zur Damenbekleidung z.B. im Bereich der Logistik.
Durch die Standortverlegung habe auch die Qualität der Ware auf das gewohnt hohe Niveau gesteigert werden können. Ein weiterer Vorteil sei die Nutzung von Synergie-Effekten (Verwaltung usw.), dies spare Kosten und man erreiche jetzt früher als geplant den Break-Even, der noch in 2003 erfolgen solle. Bedingt durch die Umstrukturierung habe allerdings nicht so viel Ware ausgeliefert werden können und der Umsatz bei Woman sei in 2002 auf 37 Mio. Euro zurückgegangen. Dass sich der Erfolg bei Woman aber fortsetze, würden die ersten neun Monate dieses Jahres bestätigen: Der Umsatz sei von 31,8 auf 38,5 Mio. Euro geklettert. Im Gesamtjahr rechne man bei HUGO BOSS mit einem Erreichen der 50 Millionen-Euro-Umsatzgrenze bei Woman.
Nachdem bereits bei der Marke "HUGO" die Umstellung von 2 auf 4-Saisonen erfolgt sei, solle dies ab 2004 auch bei Woman geschehen. Gerade bei stark modischen Marken und Frauenbekleidung werde von den Konsumenten häufiger aktuelle Ware nachgefragt. Was im Frühjahr "In" gewesen sei, könne im Sommer schon wieder "Out" sein. Durch die Umstellung sei HUGO BOSS noch näher am Endkunden und verbessere sein Standing bei den Einzelhändlern, die von einem höheren Warenumsatz profitieren würden. Diese logistische Umstellung sollte als weiterer Wachstumstreiber wirken.
Zudem spreche für die HUGO BOSS-Aktie die kontinuierliche Dividendenpolitik, die Aktionären jedes Jahr mindestens 50 Prozent des Jahresüberschusses zukommen lasse. Mit einer Steigerung der Konsumausgaben sollte sich bei BOSS mit einem Zeitverzug von ca. 6 Monaten das Geschäft beleben. Konservative Langfristanleger würden sich bereits jetzt erste Stücke ins Depot legen. Das 12-Monats-Kursziel liege bei 20,00 Euro für die Stammaktie.
Die Experten von "Der Börsendienst" empfehlen die Aktie von HUGO BOSS zu kaufen.
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